AUS DEN AUGEN

2019, Verlag Bibliothek der Provinz, 226 Seiten

ISBN-10: 9-783990-288238

Ein alter reicher Mann beauftragt einen jungen Maler, das Porträt seiner wesentlich jüngeren Gemahlin anzufertigen - ein Ganzkörperporträt, und zwar nackt. Er verspricht ihm ein hohes Honorar, stellt aber die Bedingung, ihm zuvor in aller Ausführlichkeit seine Lebensgeschichte, deren Kern die Liebesgeschichte zu seiner Frau ist, erzählen zu dürfen. Während der Maler anfänglich nur am Geld interessiert ist und ungern zuhört, gerät er nach und nach doch in den Bann dieser Geschichte, um so mehr, nachdem er die Frau kennen gelernt und zu malen begonnen hat. In der Folge geraten die drei Personen in ein Geflecht wechselseitiger Beziehungen und Abhängigkeiten, das mit jeder Wende undurchsichtiger wird. 

"Christoph Braendle verschachtelt Erzählebenen, zitiert Zitiertes und wechselt die Sprechweisen je nach Perspektive. Kunst und Leben, Fantasie und Realität werden gegeneinander ausgespielt, prallen aufeinander und verweben sich schließlich zu einem schillernden Konstrukt, das die Verwirrung des Lesers nahe an die Irrungen der drei Protagonisten heranführt."

 

Wolfgang Pauser, Autor und Kulturphilosoph

"Eminenter Prosadichter und Stilist von hohen Graden / Es wäre unverantwortlich, ja sträflich, dieses Buch nicht zu lesen / Zuallererst: Spracherotik pur!"

 

Klaus Hübner, Germanist und Literaturkritiker, München

 

Christoph Braendle, geb. 1953 in der Schweiz. Volks- und Mittelschulen in Zug. Jurastudium ohne Abschluss in Zürich. Ausgedehnte Reisetätigkeit in Europa und Asien. Lebt von 1979 bis 1982 in den USA und in Mexiko. Danach wieder in Zürich. Reisen nach Asien und durch China. Lebt 1986 in Hamburg und seit April 1987 in Wien. Zahllose Reisen, vor allem nach Afrika. Hat seit 2002 einen zweiten Wohnsitz in Marokko. Verheiratet. Vater zweier Töchter.

Das literarische Werk umfasst Romane, Essays, Reportagen und Theaterwerke. Gründer und Leiter des Wiener Salon Theaters. Erfinder und Intendant der Vollmondserenaden.

Gründer und Intendant der Literarischen Bühnen Wien mit Texte. Preis für junge Literatur und Texte.Werkstatt.

 

VERANSTALTUNGEN

21. November 2019

Texte. Salzburg

Gymnasium St. Ursula

 

ONANS KIRCHEN

2012, Cernin Verlag, 274 Seiten

ISBN-10: 9783707603996

Simbabwe - Namibia - Bayreuth: Stationen für den Mythos um Parsifal und den Heiligen Gral; Zonen der Ekstasen und des Wahns; Chiffren für Selbstüberhöhung und für Seelenverlust; Kultstätten des männlichen Schöpfungswahns und des verzweifelten Kämpfens um eine unerfüllbare Liebe.
In Christoph Braendles neuem Buch träumt P. von einem Neuanfang in der afrikanischen Wildnis und der Liebe seines Lebens. Dabei lernt er eine Gegend kennen, die sich seinem Werben störrisch widersetzt, und er gerät ins Netz einer geheimnisvollen (w/32), von der er nur erfährt, dass sie Opern liebt, jene von Richard Wagner vor allem, und auf der Suche nach einem Mäzen ist, um in Wien Philosophie zu studieren ...
Onans Kirchen, das sind: zwei Tagebücher und ein Brief, geschrieben von einem, dem in Afrika die Wirklichkeit entgleitet; eine rauschhafte Reportage über liebgewordene Klischees und wahnhafte Männerfantasien; ein gewaltiges und gewalttätiges Stück Literatur voller intimer Momente und Grenzüberschreitungen, die von der Fremde in uns allen erzählen, und ein ziemlich anderes Afrikabuch.

DER MEERMACHER

2008, Bibliothek der Provinz, 232 Seiten

ISBN-10: 3852529468

Der Regen war in der Zwischenzeit noch kühler geworden, und es schien, als herrsche nun ewiger Dämmer. Die Häuser jenseits der Gasse wirkten, als habe man die Fensterläden für immer geschlossen. In der schmalen Gasse schwollen die Rinnsale zu kleinen, schnellen Bächen an, die Gustavs Füße schon umspülten.

Der Regen beginnt zu fallen: Die Rosen im Garten lassen die Köpfe hängen und Gustav und Gerlinde müssen sich fragen, was ihre Ehe eigentlich noch zusammenhält. Gustav wandert ziellos durch die Stadt, lässt sich treiben, verliert sich in den Tiefen der Aquarien im Schaufenster einer Zierfischhandlung. Als er nach Hause kommt, ist Gerlinde verschwunden. Der Regen fällt weiter und nimmt sintflutartige Züge an – was hat Gott bloß so erzürnt? Oder steckt vielleicht doch etwas ganz anderes dahinter?

„Der Meermacher, ein apokalyptischer Science-Fiction-Roman mit einer abgründigen Pointe.“ DIE ZEIT

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ÖSTERREICH IST SCHÖN, ODER?

2011, Czernin Verlag,

208 Seiten

Ob, wie der Herausgeber behauptet, die Schweizer innovativ, unternehmungslustig, schräg, witzig und am Puls der Zeit sind, verrät "Österreich ist schön, oder?" auf unterhaltsame Weise.

DAS WIENER DEKAMERON

2011, Metro Verlag,

176 Seiten

Schöne, wilde, schlimme Episoden, in denen es um die Lust geht und um Leidenschaft, Verführung, Frivolitäten und Exzesse, um den Kampf der Geschlechter, um Siege und Niderlagen im Liebesspiel.

WIENER SONATEN

2010, Picus Verlag

256 Seiten

In einem musikalischen Geflecht von Berichten, Anekdoten, Wahrheiten, Mythen und Lobgesängen verführen die Wiener Sonaten den Leser durch Wien...

ERINNERUNGEN AN DIE GEGENWART

2005, Fotohof Salzburg

Der Fotograf Ernst Spycher und Christoph Braendle kulminieren ihre jahrelange Zusammenarbeit in diesem ungewöhnlichen Buch über Vietnam.

REPORTAGEN AUS DER MITTE DER WELT

2010, Bibliothek der Provinz,

296 Seiten

„Ich habe“, begann ich, „die Mitte gefunden. Sie befindet sich auf einem Hügel und ist ein Punkt oder, um es genauer zu sagen, die Schnittstelle zweier Geraden, von der aus man ein ganzes Land vermass...

ÄGYPTISCHE NOVELLE

2000, Picus Verlag,

132 Seiten

Eine poetische Annäherung an das Land der Pharaonen und den verführerischen Reiz des Fremden. Der Zauber liegt in der Sensiblität für das andere, das Unbekannte und Wunderbare, auf das sich der Autor staunend einlässt.

JEDE MENGE KAFKA

1998, Brandstätter Verlag,

167 Seiten

Er heisst Karl Kafka, ist mit dem Schriftsteller K. zwar nicht verwandt, wir aber duch ihn, auf der Suche nach einem verschollenem dritten Teil seiner "Trilogie" (nach Der Prozess und Das Urteil: Die Strafe) nach Prag geschickt und in ein Knäuel mytseriöser Abenteuer verwickelt, für die der Begriff kafkaesk erfunden worden sein könnte.

FRITZ MOLDEN.

Ein österreichischer Held

2001, Styria,

207 Seiten

Der Autor warnt ausdrücklich davor, die in diesem Buch genannten Ereignisse unkritisch und ohne Überprüfung als Tatsachen zu werten. Denn dieses Leben ist ein Roman, der mit dem echten Leben und seinen Erinnerungen spielt.

 

Christoph Braendle

Engerthstr. 90/65, 1200 Wien
cb@christophbraendle.net